Slowakei, Ungarn, Wandern

Tag 52 bis 54 von bunterwegs2nepal: Von Batislava nach Lébény

Es ist nun eine Woche her, seit ich meinen Weg Richtung Nepal aktiv fortgesetzt habe.

Das Gefühl ist etwas eigenartig. Irgendwie unwirklich. Und doch vertraut.

Der ständige Ortswechsel und das von Unterkunft zu Unterkunft wandern fällt mir derzeit nicht so schwer, wie es am Anfang der Fall war. Ich habe mein Ritual, irgendwo „anzukommen“, noch nicht wieder aufgenommen. Was für ein Ritual ich meine? Erstmal den Rucksack auszupacken. So als würde man einfach irgendwo ankommen und ein paar Tage bleiben.

Die Trennung von meinen Liebsten macht mir in der zweiten Woche dann doch schon etwas mehr zu schaffen!

Aber beginnen wir doch erstmal am Anfang des Weitergehens:

22. Juli 2016

Bratislava nach Rajka
27,3 km

Als ich das Hostel Brickyard in Bratislava verlasse, könnte das Wetter nicht schon besser sein. Zudem freute ich mich sehr, als Einstieg auf dem EuroVelo 6 wandern zu können. Mit den Fahrradwegen hatte ich in der Vergangenheit schon immer richtig Glück – sowohl was die Strecken angeht, als auch die Landschaft.

bunterwegs2nepal: Bratislava und der Blick auf die Donau * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art bunterwegs2nepal: Der Euro Velo 6 kurz hinter Bratislava, Slowakei * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art

Aber ich wusste ja nicht, wie warm es werden sollte. Und dass ich unterwegs an einem kleinen Badesee vorbei komme, ebenfalls nicht. Ansonsten hätte ich meine Pause natürlich dorthin verlegt.

Leider gab es auf dem Weg auch nicht viel Schatten, sodass die Sonne mich richtig ins Schwitzen brachte. (Ich wusste gar nicht, dass ich so schwitzen kann.)

Bei dem tollen Wetter war nicht nur ich auf dem EuroVelo unterwegs, sondern auch viele Inlineskater, Jogger und Fahrradfahrer – denn man kann in einer kleiner Runde auf dem alten Radweg wieder zurück Richtung Bratislava. Mit dem Fahrrad ist Rajka aber auch nicht allzu weit entfernt (knapp 25 km sind mit dem Fahrrad kein Problem).

Aufregendes ist auf dem Weg allerdings nicht passiert, was ich aber liebe ist: Bei den Radwegen kann ich mich vollkommen auf das Gehen und die Landschaft konzentrieren. Diese sind meistens super ausgeschildert und ich muss nicht ständig auf das GPS-Gerät schauen, wo ich als nächstes lang muss.

Unterwegs traf ich eine Familie aus Schwaben. Sie waren gerade mit den Fahrrädern auf einem Tagesausflug, von Bratislava aus. Solltet ihr dies lesen: Liebe Grüße!

bunterwegs2nepal: Der Euro Velo 6 kurz hinter Bratislava, Slowakei * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art bunterwegs2nepal: Der Euro Velo 6 kurz hinter Bratislava, Slowakei an der ungarischen Grenze * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art bunterwegs2nepal: Der Euro Velo 6 kurz hinter Bratislava, Slowakei * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Artbunterwegs2nepal: Der Euro Velo 6 kurz hinter Bratislava, Slowakei * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art Schnecke, sooooo große Schnecken * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art

Zwei kleine Highlights gab es an diesem Tag dann aber doch:

1. Ich habe die ungarische Grenze überquert und bin damit in dem 4. Land auf meiner Wanderung.

bunterwegs2nepal: Wandern auf dem Euro Velo 6 zwischen Bratislava, Slowakei und Rajka, Ungarn. Hier an der ungarischen Grenze * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art bunterwegs2nepal: Wandern auf dem Euro Velo 6 zwischen Bratislava, Slowakei und Rajka, Ungarn. Hier an der ungarischen Grenze * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art

2. Ich zelte zum ersten Mal auf meinem Weg nach Kathmandu.

Das Zelt Flylite von MSR * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art Campingplatz in Rajka, Ungarn * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art Campingplatz in Rajka, Ungarn * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art

Abends auf dem Zeltplatz fühlte ich mich ein wenig allein, was aber auch damit zusammenhing, dass dort scheinbar nur Einheimische waren. Und es kein Internet gab.

Ihr müsst wissen: Die Ungarn sprechen alle irgendwie kein englisch, und deutsch nur sehr gebrochen. Wobei die, die deutsch verstehen (und sprechen) überwiegen. Aber nicht diesen Abend, nicht an diesem Ort.

23. Juli 2016

Rajka nach Mosonmagyaróvár
17,3 km

Da ich auf dem Hauptplatz des Campingplatzes schlief, war die Nacht eher kurz: Erst rannten die ganze Zeit Kinder auf dem Platz rum, dann war bis ein Uhr nachts die Gäste und Gastgeber in dem Restaurant, dirkt neben an, noch zu Gange und gegen 2 oder 3 Uhr fing es an zu regnen.

Etwas gerädert fand ich am nächsten morgen den Weg aus meinem Zelt, putze die Zähne, packte alle Sachen (ink. dem nassen Zelt) ein und machte mich dann auf den Weg Richtung Mosonmagyaróvár. Zum Glück war die Strecke heute nicht so lang.

Da das mal wieder viel zu heiß zum Wandern war, war ich über die kurze Strecke echt froh. Vorallem wollte ich mein Zelt noch trocknen.

Am Zielort angekommen, fand ich ein niedliches Gästehäuschen für 12 Euro. Mit einem großen Garten. Genug Platz um das Zelt zu trocknen und meine Sachen mal zu waschen.

Danach ging ich noch in das Zentrum. Ein recht hübscher Ort, wenn auch nur ein kleiner Teil, der mich ein wenig an Kroatien erinnerte. Da es Samstag war, machten die Geschäfte recht früh zu und ich hatte echt Glück, dass ich schon so früh am Ziel angekommen war. So konnte ich noch ein paar Sachen einkaufen und zur Touristen Information. Dort bekam ich zwar keine Wanderkarte, aber eine Karte mit Campingplätzen in ganz Ungarn.

bunterwegs2nepal: Zwischen Rajka und Mosonmagyaróvár * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art

24. Juli 2016

Mosonmagyaróvár nach Lébény
21,94 km

Das Wetter war mal wieder Bombe und ich kann mich nicht beklagen (- ein paar Wolken oder etwas mehr Schatten unterwegs, wären trotzdem super *zwinker).

Die Strecke war gut begehbar und unterwegs treffe ich bisher kaum andere Menschen.

Da es Sonntag war, waren leider alle Supermärkte (oder sonstige Läden) in der Gegend geschlossen und es war mir unterwegs nicht möglich, an Wasser zu kommen. Dank des tollen Wetters waren nicht brauchbare Pfützen oder ähnliche Wasserquellen vorhanden, die auch nur einen Gedanken an den Wasserfilter geweckt hätten. Geschweige denn waren diese zur rechten Zeit, am rechten Ort.

bunterwegs2nepal: Unterwegs auf dem ungarischen Jakobsweg Richtung Budapest * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art bunterwegs2nepal: Unterwegs auf dem ungarischen Jakobsweg Richtung Budapest * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art bunterwegs2nepal: Unterwegs auf dem ungarischen Jakobsweg Richtung Budapest * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art bunterwegs2nepal: Unterwegs auf dem ungarischen Jakobsweg Richtung Budapest * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art bunterwegs2nepal: Unterwegs auf dem ungarischen Jakobsweg Richtung Budapest * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog für Frauen mit Liebe zum Wandern und zur Street Art

Glücklicherweise war die Strecke aber nicht all zu lang, sodass ich nicht lange ohne etwas zu trinken auskommen musste. Als ich in Lébény ankam, hielt mir, kurz hinter dem Ortsschild, ein Mann eine Dose Bier entgegen. Nein, er stand da nicht einfach so mit Bier, sondern er wohnt dort und war gerade sein Auto am ausladen. Während er mir also das Bier hinhielt, schaute ich ihn etwas irritiert an, und fragte dankend nach Wasser. Wasser bekam ich leider nicht, dafür aber 1,5 Liter Zitronenlimonade. Na gut, wenn man durst hat, tut es auch das, oder was meinst du?

Kurz darauf fand ich eine Unterkunft.
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3 Kommentare

  1. Gut, dass Du an die Notfall-Zitronenlimonade gekommen bist! Tja, auf Reisen muss so was eben mal sein ;-)

    • Das stimmt meine Liebe :) Ja, auf der Wanderung macht so eine Flasche nichts, die nimmt man mit Kusshand an

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