18 Comments
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Jannis
Durchaus nachvollziehbar :)
Ich habe mich jetzt auch entschieden:
Ich werde doch auf dem Landweg nach Nepal reisen. Fliegen ist mir einfach zu langweilig.
Vielleicht sieht man sich ja! -
Thomas
Hi Jessie,
Als jahrzehntelanger Nepal Fan (hatte jahrelang ein Patenkind in Kathmandu) und leidenschaftlicher Streckenwanderer bin ich begeistert von Deiner Idee beides zu kombinieren. Habe mir das auch schon x mal überlegt, bin dann aber immer wieder an dem Problem gescheitert, wie man ohne Jeep oder Bahn die 3000 km nordiranische und pakistanische Wüste durchquert.
Man bräuchte wohl einige Lasttiere um die nötigen Wasservorräte zu transportieren und vor allem eine enorme mentale Stärke, um mehr als 200 Tage durch einsame Geröllwüste zu wandern. Ich fürchte, den nötigen Mut werde ich wohl nie aufbringen…. seufz.
Also, meinen großen Respekt für Deine Pläne! Ich Wünsche Dir alles gute für die Jahre des Wanderns.
Ich freue mich darauf, wenn ich über Deinen Newsletter und Die Webseite in Zukunft in Gedanken ein wenig mitwander kann.
Thomas -
Thomas
Hmmm, Tja, die Sache mit dem Mut…
Im Kern ist es immer wieder die Frage, wieviel Reisen (insbesondere: wie lange am Stück) ist möglich, ohne die Heimat zu verlieren. Denn, seine wir mal ehrlich: Wir sind alle nicht als Nomaden geboren, sondern wir sind in einer bestimmten Region aufgewachsen, haben eine Location und eine Community in der wir verwurzelt sind (LOCATION+COMMUNITY= HEIMAT).
Solange wir „zu Hause“ sind, kommt uns die Heimat relativ statisch vor: Die Freunde sind wie immerschon da, dein Lieblingscafe ist gleich nebenan, die Familie, Dein Park, die Stadt, der Hafen, die Küste …. undundund; (bei mir ist dies das Rheinland). Manchmal fängt dies alles einen auf, manchmal nervt es und manchmal ist‘s einfach nur langweilig, aber scheinbar immer BESTÄNDIG da! -> IRRTUM:
Auch die Heimat (und die Community) ist stetiger Veränderung unterworfen. Und wenn Du mal lange Zeit von zuhause weg ist, ändert sie sich halt ohne Dich und Du merkst es nicht.
Bisher habe ich die Dauer meiner Wanderungen in Wochen gezählt und es war immer wieder ein schönes Gefühl einen Ort zu haben wohin ich zurückkehren kann, wo sich Menschen auf mich freuen und beständig Anteil an meinem Leben haben.
Aber dann kommst Du irgendwann erst nach 3 Jahren Dienstreise oder Fernwanderung zurück, und in Deiner alten Wohnung wohnt jemand anderes, dein Lieblingscafe hat dicht gemacht und die Freunde sind immer noch genauso nett wie beim chatten von unterwegs, haben aber plötzlich keine Zeit (oder Lust?) mehr einen ganzen Abend oder ein Wochenende mit Dir zu verbringen…..
Mein Fernweh ist groß, aber die Angst irgendwann heimatlos zu sein ist noch größer, und das Risiko es einfach auszuprobieren scheinbar zu groß.
Deshalb gehört für mich an den Anfang einer jeden „Bucket List“ für Globetrotter die definitive Klärung der Frage:
„Was bedeutet Heimat für mich?“
Und auf jeder Packliste sollte dann eine persönliche „Wiederrufserklärung“ (wie im online Shop) stehen: „Hiermit erkläre ich, dass mir bewusst ist, dass ich diese Reise jederzeit abbrechen kann, wenn meine Stimmung sich ändert, wenn ich Angst habe, wenn ich einsam bin oder wenn ich den Sinn des Lebens gefunden habe“; Unterschrift: Ich
Und dann kann es los gehen….
L.G.
Thomas -
Marc
An der Stelle kann ich vielleicht was aus eigener Erfahrung beitragen. Heimat ist aus meiner Sicht vorwiegend etwas, was im Kopf stattfindet. Es ist emotional, aber für mich imaginär. Nach 3,5 Jahren Abstinenz von Deutschland bin ich an den Ort zurückgekehrt, an dem ich auch 33 Jahre vor der Reise lebte und wohne hier auch wieder und stelle eher fest, es hat sich eigentlich gar nichts geändert. Das Dauerhafte überwiegt gegenüber den Veränderungen. Schon nach einer Woche stellte sich das Gefühl der Vertrautheit wieder ein. Und es berührt auch nicht, selbst wenn das „kleine Cafe“ zu hat – dann ist das eben einfach so. Das Leben ist von Veränderungen geprägt und Beständigkeit nur eine Vision, an der man sich gerne festhält, die aber ebenso schnell zerbröseln kann. Natürlich verändern sich auch Freunde über die Jahre in denen man an deren Leben nicht teilhaben kann. Aber wenn sie plötzlich keine Lust mehr hätten sich zu treffen, zu sprechen etc. dann ist es OK, weil es eben nicht mehr die Freunde sind. Und wem etwas an wahrer Freundschaft liegt, dessen Beziehung stärkt sowas. Wer nach dreieinhalb noch dein Freund ist, der ist ein wirklicher Freund. Für den Rest sollte man Freundschaft einfach anders definieren. Und wie heißt das Sprichwort, wer alte Türen schließt, öffnet auch neue. Man lernt neue Bekannte oder Freunde kennen. Der Mensch ist so anpassungsfähig, dass alles mögliche zur Normalität werden kann, wenn man es nur zulässt und vor allem möchte. Lange Rede kurzer Sinn, Heimat ist da, wo mein Partner ist und mein Rucksack steht :-) Deshalb glaube ich, ist es noch wichtiger als zu definieren, was Heimat ist, sich zu fragen. welche Faktoren, die für mich Heimat ausmachen, beeinflussen mein persönliches Glück tatsächlich und warum tun sie das.
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Hanna
Wie hst du das denn organisiert, also wo schläfst du z.B. weil es ja in manchen ländlichen Regionen oder sogar Wüsten wahrscheinlich keine Hotels gibt? Und wo genau läufst du weil es ja Fußgängerwege jetzt auch nicht überall gibt?
roswitha köppl
würd ich auch gern machen……