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Tag 96 bis 98 von bunterwegs2nepal : Săvârșin nach Orăștie, Rumänien

Der letzte Bericht ist dann doch schon eine Weile her. Wa damit zu tun hat, dass vor einem Monat meine Festplatte kaputt gegangen ist und ich, abgesehen von den Tagesberichten, derzeit keine Bilder habe.

Ich fand es irgendwie doof, Artikel ohne die Bilder zu veröffentlichen. Genauso doof ist es aber auch, keine Artikel zu schreiben. Also begnüge ich mich für’s erste mit den Bildern der Tagesberichte.

04. September 2016

Săvârşin – Deva

Wie vorher angekündigt, musste ich für diesen Etappenabschnitt den Zug nehmen. Es war unmöglich, in Gehweite einen Schlafplatz zu finden. Zudem hatte ich ein wenig Fehlgeplant, was auch mal vorkommt. Die Motivation war zu dem Zeitpunkt allerdings auch an einem Tiefpunkt.

Die Zugfahrt kam ohne Vorkommnisse daher. Glücklicherweise konnte ich schon eher in der Unterkunft einchecken, da ich einfach viel zu früh in Deva war.

Bevor ich eincheckte, wollte ich allerdings noch etwas für den Pausentag einkaufen, da ich auf dem Weg einen Billa gesehen hatte. Auf dem Weg dorthin hatte ich mal wieder eine eigenartige Begegnung: Ein Rumäne kam an mir entgegen und als er unmittelbar neben mir war, zog er seine Hose runter (glücklicherweise war da noch eine Boxershorts drunter) und fasste sich an den Sack.

In dem Moment fragte ich mich nur: Was zur Hölle läuft da falsch bei den rumänischen Männern? Ganz ehrlich.

Deva,Rumänien * BUNTERwegs. Der Outddor Blog mit Liebe zum Wandern und zur Street Art

Richtig blöd: Die Unterkunfte hatte keinen Herd oder ähnliches. Also wirklich etwas zu Essen machen konnte ich mir nicht. Irgendwas wird sich dann schon finden.

Später erkundete ich noch etwas den Ort und ließ den Nachmittag in einem Park ausklingen (und noch viel später versackte ich auf Youtube).

05. September 2016

Deva
Zero Day

Kommt selten vor, aber heute hab ich mal ein wenig Sightseeing betrieben. Ich besuchte das Deva Castle, das quasi um die Ecke meiner Unterkunft lag. Allerdings war mir auf Grund der letzten Tage nicht sonderlich nach Erkunden zumute. Irgendwie wollte ich einfach nur meine Ruhe habe.

Jessie von BUNTERwegs in Deva, Rumänien * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog mit Liebe zum Wandern und zur Street Art

Mag komisch klingen, wenn man eigentlich die ganze Zeit allein ist. Aber man hat ja doch ständig mit Leuten Kontakt: In den Unterkünften, bekommt Mails, Nachrichten auf Facebook und Instagram, Whatsapp, … . Ich mag mich gar nicht beschweren. Doch manchmal möchte man von all‘ dem einfach mal nichts wissen. Zu dem Zeitpunkt ging mir viel durch den Kopf. Ich hatte ein richtiges Motivationsproblem – nicht der Wanderung wegen, auch wenn Rumänien mich echt nicht so angemacht hat.

Mir fällt es schwer Gefühle und Gedanken zu ordnen.

06. September 2016

Deva – Orăştie
27, 92 km

Eeendlich konnte ich mal wieder die komplette Strecke laufen, ohne vorher, zwischendrin oder am Ende die Bahn oder den Bus nehmen zu müssen.

In Rumänien wollte ich mich einfach nicht auf das Glück bei der Unterkunftssuche verlassen und ging auf Nummer Sicher.

Mangels der Möglichkeiten ging es auch heute wieder nur an der Strasse entlang. Damit hatte ich mich mittlerweile abgefunden, die Wandergebiete in Rumänien liegen dann doch woanders. Auch in Gesprächen mit Einheimischen konnte man nichts herausfinden.

Zwischen Deva und Orăştie in Rumänien * BUNTERwegs. Der Outdoor Blog mit Liebe zum Wandern und zur Street Art

Was mir das Wandern heute schwer machte? Es war wolkenlos und schmelzend heiß.

Abgesehen von dem ständigen Gehupe und Kuss-Geräuschen, als ich an jemanden vorbei ging, ist an dem Tag glücklicherweise nicht viel vorgefallen. Obwohl: Es hielt jemand mit dem Auto an, und fragte etwas. Er schaute aber schon so „verdächtig“ aus bzw. musterte mich so komisch. Hatte ich schon wieder fast vergessen, da ich einfach wortlos an ihm vorbei gegangen bin.

Wie gehst du mit Motivationsproblemen auf Wanderungen oder Reisen um? Hattest du auch schon mal Gefühle und Gedanken und wusstes nicht, wohin damit? Erzähl mir davon in den Kommentaren! Und wie du dich wieder ordnest und neu motiviserst!

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1 Kommentare

  1. In Rumänien habe ich das erste Mal richtige Armut gesehen. Da standen Menschen an Gleisen und haben gewartet bis ein Zug kommt, damit sie Lebensmittel erbetteln können. Ein schwangeres Pärchen bekam von uns sämtliche Verpflegungspakete, geschenkt wollten sie nichts haben und gaben uns im Gegenzug frische Pflaumen……ja das ist menschlich…..

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