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Tage 302 bis 304 von bunterwegs2nepal – Tbilisi

Tbilisi in Georgien * BUNTERwegs

Auch von den ersten Tagen in Tbilisi sind die Notizen rar. Die Magenentzündung (kann ich es im nachhinhein eigentlich noch so bezeichnen?) hat mich irgendwie ziemlich mitgenommen.

04. Juni 2017

Mit einem (wie sich später herausstellte) gebrochenen Fuß machte ich mich auf den Weg nach Tbilisi.

Für mich schweren Herzens. Denn eigentlich möchte ich gerade in die Hauptstädte zu Fuß. Mit dem kaputten Fuß allerdings nicht so ratsam.

Ich sollte einen Arzt aufsuchen (Anmerk. der Redaktion: Und ich werde dies noch mind. 3 Wochen aufschieben), hoffe aber immer noch auf eine Verstauchung, und das es in ein paar Wochen wieder heil ist und ich endlich weitergehen kann.

Da mir die paar Meter mit dem Rucksack schon nicht so einfach fielen, fragte ich mich, wie ich denn in den nächsten Tagen weitergehen soll. (Wie sich herausstellte, die nächsten 4 Monate gar nicht.)

Nach Tbilisi brauchten wir zum Glück nicht so lange – knapp 3 Stunden. Das erste Auto stoppte schnell. Ein Paar mit Kleinkind. Unterwegs ging plötzlich das Auto aus und wir wurden von einem Taxi zur nächsten Tankstelle abgeschleppt.

Da war also nur der Sprit alle.

Die restlichen Kilometer verliefen zum Glück ohne Probleme. Die Mutter machte die ganze Zeit Selfies und schickte sie jemandem via Facebook Messanger.

In Chaschuri mussten wir eine neue Fahrgelegenheit suchen. Dort dauerte es etwas länger, aber nicht all zu lang. Ein älterer Mann hielt an und brachte uns bis ins Zentrum von Tblisi. Was mit meinem Fuß perfekt war.

Dort ging es erst mal etwas essen und dann zum Hostel. Wir schliefen im „Lost Inn Tbilisi“ (*Werbung/ AirBNB: Hier bekommst du 25 Euro auf deine Erste Buchung, wenn du dich bei AirBNB anmeldest)

Abe hatte eine relativ günstige Unterkunft herausgesucht, zentrumsnah. Das Hostel war die erste Nacht allerdings leer. Nur recht komische Gestalten, die nicht mal englisch sprachen.

Wir kamen in einem 4 Bett Dorm unter, wo bereits eine Frau mit ihrer knapp 3 Jahren alten Tochter untergebracht war.

Der Mann an der Rezeption sagte uns erst dass beide Betten oben frei sind. Wie sich herausstellte, war nur das Bett oben rechts besetzt und die anderen Betten frei. Leider. Denn eigentlich bevorzugte ich ein unteres Bett. Da ich mich aber oben schon eingerichtet hatte, nahm Abe das untere Bett.

Nachmitags lief ich eine Weile in der Gegend rum, um mir ein Bild von der Stadt zu machen.

05. Juni 2017

Meinen Fuß habe ich mittlerweile in Verband gepackt, einen Schuhe anziehen bzw auftreten beinahe unmöglich.

Gegen Mittag ging ich raus um etwas zu essen und um eine georgische SIM Karte zu besorgen. Ich lief etwas in der Stadt rum, sofern es mir möglich war.

Ich mag den Flair der Stadt. Ich mag die alten Gebäude. Sie haben Charakter und Charme.

Gegen Nachmittag lernte ich Eric kennen, ein Amerikaner mit koreanischen Vorfahren. Der erste seiner Generation, der in Amerika aufgewachsen ist. 27 Jahre und gerade mit dem Militär fertig.

Nun muss er sich um etwas anderes kümmern: Er möchte gerne Medizin in LA studieren. Hat aber die Bewerbungsphase für 2017 verpasst und muss nun bis Anfang 2018 seine Zeit überbrücken (Randnotiz: Er hat es geschafft und studiert nun in LA). Daher entschied er sich dazu, zu reisen. Warum seine Wahl u.a. auf Georgien fiel, weiß ich nicht mehr.

Er erzählte mir von paranormalen Erfahrungen in Südamerika, und ein paar weiteren Geschichten, an die ich mich aber nicht mehr wirklich erinnere. Und machte mir ein komisches „Angebot“: „Wie wäre es, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest? Als Arzt verdiene ich genug. 6 Monate in Amerika, 6 Monate Reisen. Wie klingt das für dich?

Ich schaue ihn irritiert an.

Sorry, mal davon abgesehen dass du nicht mein Typ bist (und mir gefiel auch seine Art generell nicht so wirklich), kennen wir uns gerade mal ein paar Stunden. Findest du die Frage da nicht etwas unpassend?

Er entschuldigte sich.

Ich wechsel an diesem Tag zudem in ein anderes Hostel: Das „Why not Hostel“ (Leider musste es Ende 2018 geschlossen werden).

06. Juni 2017

Das Hostel ist gut besucht. Oft nahezu ausgebucht.

Es wurde von 2 Polen gegründet. Geleitet wurde es von einem Polen, der mit seiner Familie in Tblisi wohnt. Ebenfalls dauerhafter Bewohner war seit 4 Jahren ein Deutscher.

Dies hatte zur Folge, dass hier viele Polen und Deutsche eincheckten.

Neben Karsten (dem sesshaften Deutschen), arbeiteten noch ein Österreicher, ein Türke und eine Norwegerin in dem Hotel.

Ich nutzte den Tag, um meinen Fuß zu schonen und zu arbeiten.

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