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Etappe 1: Von Thusis nach Zillis * Unterwegs auf der Via Spluga

Tschüss, Hamburg. Zumindest für einen kurzen Moment – bevor es ab Oktober auf große Wanderung geht.

Dieses Mal verschlug es mich für ein paar Tage in die Schweiz und nach Italien. Schon der Flug nach Zürich ist ein kleines Abenteuer, denn das Flugzeug verspätet sich aus technischen Gründen mehr als eine Stunde. Irgendetwas stimmt mit der Landetechnik am Flugzeug wohl nicht so ganz. Na wunderbar.

Danach verläuft aber alles recht problemlos. In Zürich angekommen, treibt es mich direkt zur Bahn, die mich innerhalb von ca 2,5 Stunden bis nach Thusis befördert. Der Kreis- und Bezirkshauptort befindet sich im Kanton Graubünden, welcher vollständig im Gebiet der Alpen liegt.

Thusis in Graubünden, Schweiz

Von Thusis aus startet die Mehrtageswanderung auf der Via Spluga.

Die Via Spluga ist ein Weitwanderweg und führt in vier Tagesetappen von Thusis in der Schweiz nach Chiavenna in Italien. Auf diesen ca 65 Kilometern im Herzen der Alpen präsentiert sich eine ungeheure Vielfalt an Kultur und schöner Landschaft, die uns besonders am zweiten Tag in ihren Bann zog.

Von Thusis nach Zillis

Für die erste Etappe wählen wir den rund 12 km langen Abschnitt von Thusis über den Traversinersteg nach Zillis. Unterwegs kommen wir an der Burganlage „Hohen Rätien“ sowie der Viamala-Schlucht vorbei.

Start der Via Spluga in Thusis in Graubünden, Schweiz Via Spluga * Thusis

Die Via Spluga startet direkt am Bahnhof in Thusis und führt auf einer luftigen Hängebrücke über den Hinterrhein nach Sils i.D. und vorbei an der Burg Ehrenfels, die heute als Jugendherberge genutzt wird. Von hier geht es hinauf zur Burganlage „Hohen Rätien“.

Für mich als Flachland-Kind war der Anstieg schon eine kleine Herausforderung. Aber ich sag mal so: Auch langsam kommt man ans Ziel. Wer öfters in den Bergen unterwegs ist, wird den Anstieg wohl eher locker meistern. Aber: Wäre eine Wanderung ohne Herausforderungen nicht nur ein langer Spaziergang?

Die Burganlage „Hohen Rätien“

Oben angekommen verlassen wir kurzweilig den Pfad der Via Spluga, um zur Burganlage „Hohen Rätien“ zu gelangen. Die große Burganlage liegt am Nordeingang zur Viamala-Schlucht und bietet ein ruhiges Plätzchen, das sich für eine erste kleine Pause eignet. Die Aussicht sollte man auf jeden Fall kurz genießen.

Auf dem Weg zur Burganlage * Via Spluga * Graubünden, Schweiz

Die Kirche St. Johann Baptista * Hohen Rätien

Die Kirche St. Johann Baptista * Hohen Rätien

Burganlage "Hohe Rätien" * Via Spluga * Graubünden, Schweiz

Von hier aus geht es für uns weiter Via Traversina bis zum Traversinersteg.  Neben der Viamala-Schlucht, das Highlight der ersten Etappe, wenn man so will.

Der Traversinersteg ist eine ca 60 m lange Holzhängebrücke über das Traversinertobel hinweg, einem Seitental der Via Mala. Ursprünglich gab es an einer anderen Stelle schon mal so eine Brücke, die aber 1999 von einem Felssturz zerstört wurde. 2005 hat man dann an einer anderen, sichereren Stelle einen neuen Traversinersteg erbaut.

Wer nicht ganz so schwindelfrei ist, kann von Thusis aus auch die Route über das verlorene Loch nehmen.

Traversinersteg * Via Spluga * Graubünden, Schweiz Traversinersteg * Via Spluga * Graubünden, Schweiz

Nach einer ausgiebigen Pause führt die Via Spluga, vom Traversinersteg aus, weiter bis zum Besucherzentrum der Viamala-Schlucht („Via Mala“ = schlechter oder böser Weg). Eine der eindrücklichsten Schluchten der Schweiz, mit bis zu 300 m hohen Felswänden.

Die Viamala war einst ein gefürchteter, 8 Kilometer langer Wegabschnitt einer wichtigen Handelsroute durch die Alpen.

Die Viamala-Schlucht in Graubünden, Schweiz

Die Viamala-Schlucht ist ein beliebtes Ausflugsziel in Graubünden und nicht nur für Wanderer auf der Via Spluga ein Highlight. Nach einer kurzen Besichtigung der Schlucht und kleiner Stärkung geht es für uns auf das letzte Stück der heutigen Etappe.

Auf der Via Spluga durch Graubünden in der Schweiz
Zwischen der Viamala-Schlucht und Zillis auf der Via Spluga in Graubünden, Schweiz
Via Spluga * Auf dem Weg nach Zillis

Am Ende des Tages war ich ziemlich erledigt, da ich die Nacht zuvor nicht so gut geschlafen habe. Aus diesem Grund gibt es vom Ende der Tour nicht mehr all zu viele Bilder.

Ein Haus in Zillis-Reischen, Graubünden, Schweiz

Ein Haus in Zillis-Reischen, Graubünden, Schweiz

In Zillis gibt es noch die Kirche St. Martin mit einer Bilderdecke aus dem 12. Jahrhundert, die aus einzelnen großen Holzplatten besteht. Definitiv einen Blick wert!

***

Normalerweise würde man eine Nacht in Zillis oder Andeer verbringen und am nächsten Tag weiter nach Splügen wandern. Da wir leider nicht genug Zeit hatten, wurden wir mit dem PostBus am Abend noch nach Splügen gefahren, wo es dann für uns am nächsten Tag Richtung Isola ging!

Die Etappe Splügen nach Isola gibt es dann im nächsten Artikel!
Es wird später auch einen Artikel mit den Fakten zur Route geben.



Folgende Blogger waren mit:
Dani von Landlinien
Milos von Trendlupe
Andreas von Gipfelfieber
Frank von Der Outdoor-Tester

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Danke an  Graubünden und Viamala für die Einladung in die Schweiz und Italien! Alle Eindrücke und Meinungen dieser Wanderung sind meine eigenen und wurden in keinster Weise von anderen beeinflusst!

 

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3 Kommentare

  1. Ede sagt

    Hallo,

    warum denn die Anreise per Flugzeug? Von Hamburg aus bist Du doch auch in ca. 8 Stunden mit dem Zug in der Schweiz…nachhaltig?

    Grüße
    Ede

    • Da ich nicht nur zum Spass – sondern auch beruflich – unterwegs war, hat man nicht immer die Wahl, welches Reisemittel einem zur Verfügung gestellt wird.

  2. Pingback: Auf alten Säumerpfaden: Die Via Spluga

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