Blasen an den Füßen nerven dich? Tipps um Blasen an den Füßen zu vermeiden
Etwas, das mich am Anfang meiner Wanderungen immer wieder genervt hat: Diese verdammten Blasen an den Füßen, die sich schon unterwegs bemerkbar machten.
Sobald man eine kleine Pause einlegt und dann weitergehen möchte, ist erst mal jeder Schritt eine Qual. Kennst du das Problem auch?
Falls ja, hier meine Tipps um Blasen an den Füssen zu reduzieren:
Mutter Natur richtet das schon
Naturheilmittel sind bei der Vorbeugung von Blasen sehr beliebt.
Dazu gehören Melkfett und Hirschtalg. Diese Mittel sollen im Vorfeld eine Blasenbildung verhindern. Dazu einfach vor der Wanderung den anfälligen Bereich einschmieren. Die „Zusatzschicht“ soll dann das Reiben reduzieren.
Auch klassische Mittel helfen gegen Blasen
Zur Vorbeugung benutzt man gerne ein einfaches Tape oder normale Pflaster, aber das hilft nicht immer.
Sollte es also zu spät sein, dann verwende Blasenpflaster mit einer Gelschicht. Mein Favorite hier ist eine Variante, die sich nach einer Zeit von alleine ablöst. Zudem schützt das Gelkissen vor weiterem Abrieb bzw. den unangenehmen Druck an der Stelle.
Wenn es schon zu spät ist, können anstelle von Pflastern auch Salben bei der Heilung hilfreich sein. Dabei ist es allerdings wichtig, dass die Blase noch geschlossen ist.
Sollten sich schon Blasen gebildet haben, gibt es ein paar Grundregeln:
- Blasen wegen der Infektionsgefahr nicht komplett öffnen, allerdings die Flüssigkeit rauslassen
- die Stelle vor Schmutz und weiteren Reibungen schützen
- Blase bereits offen? Dann desinfizieren! Und ein Pflaster drauf*
Wenn ich mal Blasen in Schuhe bekommen, dann funktioniert die Methode mit dem Melkfett oder Hirschtalg echt gut. Ich verwende Hirschtalg selbst und (zumindest) bei mir hat es eine Blasenbildung reduziert.
Dafür musst du aber natürlich auch deine Schuhe kennen. Jeder Schuhe hat andere Schwerpunkte, wo sich nach einer Zeit die Blasen bilden können.
* Persönlich steh ich nicht so auf Pflaster nach Wundbildung. Bin eher für „an der Luft heilen“. Daher empfehle ich das nur, wenn du noch unterwegs bist oder du im Alltag viel in Schuhe laufen musst (Ein Vorteil vom Homeoffice: ich kann barfuss unterwegs sein!).
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20 Comments
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Daniel
Hallo Jessie,
ja, Basen sind echt ein doofes Thema. In letzter Zeit habe ich zwei mal von folgendem Tip gehört: man ziehe unter die Wandersocken noch ein dünnes Paar Nylon-Socken an. Somit reiben die Wandersocken nicht an der Haut sondern die Reibung findet zwischen den beiden Sockenschichten statt. Hast Du oder einer Deiner LeserInnen mit dieser Methode Erfahrung gesammelt?
Bei mir geht es in drei Wochen los und ich überlege, ob ich mir noch schnell passende Socken besorge…
Viele Grüße,
Daniel -
Jutta
Hi Jessie, wie siehst du das Thema „zwei Paar Strümpfe“ tragen? Ich selbst trage immer ein Paar, aber bei Outdoorausrüstern habe ich die Empfehlung für zwei Paar Strümpfe mehrfach gelesen von Trekking erprobter Seite höre ich das auch. Hast du das schon mal ausprobiert? Blasen sind bei mir kaum ein Thema. Ich gehe in wirklich gut eingelaufenen Boots wandern. Ich bekomme eher mal eine Blase im Alltag (Straßenschuhe) und mache es dann wie oben beschrieben: Blasenpflaster & Co. Außerdem creme ich meine Füße immer mit einer Fußpflege ein. Vorbeugend sozusagen : ) Sonnige Grüße
Jutta -
Elke
Nicht nur die Pflege der Füße mit geeigneter Creme ist wichtig, sondern auch das Schneiden von Fußnägeln und Hornhautbehandlung in die richtige Zeit zu legen.
Kurz vor längeren Touren sollte man nämlich genau diese Pflegeeinsätze unterlassen.
Ich hatte seit Ewigkeiten keine Blasen, trage ganz normale Wandersocken.Dieses eine Mal habe ich Hornhaut kurz vor der Tour entfernt und promt fette Blasen :(
Nylon finde ich grauselig, deshalb kommt diese Variante für mich nicht in Frage
LG Elke
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Annika Michel
Huhu :)
Ich nutze eigentlich immer recht normale aber gut haltende Pflaster wenn ich merke, dass sich wegen Reibung eine Blase bildet – meistens hilft das.
Ich habe vor allem an den Fersen die Probleme, dass der Schuh da immer gegen schrappt.Liebe Grüße,
Annika -
Svenja
Hey Jessie!
Ein wirklich leidiges Thema! ;) Ich schwöre auch auf Hirschtalgcreme. Funktioniert bei mir sehr gut. Regelmäßiges cremen (auch wenn man nicht wandert, am besten täglich) hält die Füße zudem geschmeidig, was die Blasenbildung auch nochmal vermindert. Am anfang hab ich zudem Problemstellen noch abgeklebt & eine dünne Baumwollsneakersocke (was ein Wort…) unter meine Wandersocken gezogen. Das hilft auch gut!
Die beste Hilfe ist meiner Meinung nach jedoch Gewöhnung… Seit ich wieder regelmäßig (Tages-) Wanderungen mache bekomme ich so gut wie gar keine Blasen mehr.
Auf einer Fernwanderung ist das bei der Dauerbeanspruchung natürlich nochmal was anderes… :)
Liebe Grüße Svenja & Akila
Mirko
Moin Jessie,
Apropos Blasen und Schuhe und Barfuß laufen… Wie sieht es denn eigentlich mit dem Wandern in Barfußschuhen aus? Ich versuche schon ewig nach Meinungen von erfahrenen Wanderern ;) Hast Du vielleicht schon selbst Erfahrungen damit gemacht? Oder würdest Du sie mal für uns Leser testen?
Ich persönlich habe die Senmotic Performa F1 – das sind allerdings in erster Linie Straßenschuhe. Allerdings hab ich darin noch nie eine Blase gehabt. Aber mich würde natürlich insbesondere interessieren, ob solche Schuhe auch für tage- oder wochenlanges Wandern geeignet sind – und wenn ja, ob vielleicht nur ganz bestimmte.
Liebe Grüße,
Mirko