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Selbstversuch: 24-Stunden-Wanderung

So eine 24-Stunden-Wanderung ist ja schon ein Vorhaben, das man nicht alltäglich unternimmt. Bei solchen Wanderungen gilt es eine gewisse Kilometerstrecke in besagter Zeit zurückzulegen.

Vor Kurzem wurde ich von der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH zum 1. Bloggerwandern – das ebenfalls im Rahmen dieser 24-Stunden-Wanderung stattfand – eingeladen. Erst wusste ich nicht so recht, was ich davon halten soll. Ich meine: 24 Stunden und ca. 80 km sind nicht ohne.

Viel Zeit blieb mir allerdings nicht, um darüber nachzudenken, da ich als eine der letzten, von insgesamt 20 Bloggern, zu diesem Event eingeladen wurde. So sagte ich einfach zu. Ich meine: Wenn man schon mal die Möglichkeit bekommt, seine Komfortzone zu verlassen, dann nimmt man diese natürlich sofort wahr. Ohne Wenn und Aber. Oder etwa nicht?

Die Vorbereitung auf die 24-Stunden-Wanderung

Da ich ja gerade eh fleißig für meine Fernwanderung trainiere, war das 24-Stunden-Bloggerwandern natürlich ein super Ansporn das Pensum gewaltig anzuheben. Da Hamburg und Umgebung aber als Flachland bekannt ist, war es für mich recht schwer, mich auf die Höhenmeter vorzubereiten. Das machte mich ein wenig nervös. Um dieses Defizit zu beheben, versuchte ich einfach ein paar Kilometer zu schrubben.

Im Schnitt war ich ca. 3 – 4 mal die Woche unterwegs.

Ein von jessie (@bunterwegs) gepostetes Foto am

Der Tag davor

Am 1. Mai ging es dann, noch recht entspannt, mit dem Zug Richtung Koblenz. Denn 1 Stunde von dort, in Bernkastel-Kues, fand am nächsten Tag die 24-Stunden-Wanderung statt.

In Koblenz wurden Karo, Jens, Martin und ich von der lieben Karin abgholt. Nach einem kleinen Umweg, von ca einer Stunde, waren wir dann, kurz nach 14 Uhr, am Ziel (man hat die Anweisung des Navis gekonnt ignoriert).

Nach dem alle Blogger angekommen waren, ging es auch direkt wieder los.

1. Bloggerwandern an der Mosel 1. Bloggerwandern an der Mosel 1. Bloggerwandern an der Mosel 1. Bloggerwandern an der Mosel 1. Bloggerwandern an der Mosel

1. Bloggerwandern an der Mosel

1. Bloggerwandern an der Mosel. Hier mit Blick auf Traben-Trarbach

Tolle Aussicht, findest du nicht auch?

Es ist so weit

Am 2. Mai sollte es dann soweit sein. Von uns Bloggern wusste niemand so recht, was uns erwarten wird. Also waren wir etwas nervös. Ein Zurück gab es an dieser Stelle aber für niemanden mehr. Zu groß war die Neugier: Was kann mein Körper in 24 Stunden leisten?

Nach einem leckeren Frühstück, das es für alle Teilnehmer gab, fiel um 11 Uhr endlich der Startschuss. Es warteten 80 km darauf in 24 Stunden bewältigt zu werden.

Anfangs waren alle noch recht nah beieinander. Nach den ersten ca. 10 km sollte sich dies aber rasch ändern. Zum Glück. In Massen wandern ist nämlich nicht so mein Ding.

24-Stunden-Wanderung an der Mosel 24-Stunden-Wanderung an der Mosel

Diese Anstiege. Ich sag dir: Der Anstieg – also eigentlich jeder Anstieg – war ab einem gewissen Punkt ein kleiner Kampf.

„Also doch nicht genug Ausdauer trainiert.

Aber darum geht es ja bei solchen Veranstaltungen: Seine Grenzen austesten. Sich selbst zu motivieren und dann weiter!

24-Stunden-Wanderung an der Mosel 24-Stunden-Wanderung an der Mosel 24-Stunden-Wanderung an der Mosel

Dafür werden die Anstrengungen zwischendurch ja auch mit tollen Aussichten belohnt. Und gäbe es die kleinen Herausforderungen nicht, wäre das Wandern nur ein langweiliger Spaziergang.

24-Stunden-Wanderung an der Mosel 24-Stunden-Wanderung an der Mosel Die erste Schleife der 24-Stunden-Wanderung ist geschafft

Ca. 9 Stunden brauchten wir, Karo und ich, für die Hauptschleife. Ca 40 km und 777 Höhenmetern. Die letzten Meter – also Kilometer – der Hauptschleife waren zugegebenermaßen schon eine kleine Herausforderung.

Weiter geht’s

Nach 1 1/2 Stunden Pause gingen wir die zweite Schleife an. Dieses Mal aber zu fünft, da es schon dunkel war. Eine Strecke von ca 20 km und 470 Höhenmetern wartete auf uns.

Irgendwann war plötzlich dieser Anstieg da. Wäre er nur etwas anstrengend gewesen, wäre das gar nicht so schlimm gewesen. Schlimmer war, dass ich mir etwas in der Leistengegend eingeklemmt oder überanstrengt hatte. An Aufhören war allerdings nicht zu denken.

Mein persönlich gestecktes Ziel war es, die zweite Schleife zu packen.

Nach einer kleinen Pause an einer der Pflegestationen, die es unterwegs gab, gingen wir motiviert die letzten Kilometer, der zweiten Stecke, an. Die letzten 5 km waren allerdings für alle Beteiligten (mal wieder) eine kleine Herausforderung.

Geschafft!

Nach 15 Stunden haben wir die 60 km hinter uns gebracht.

Jedoch quälte mich die Frage: Weiter machen oder nicht? Die Sache mit meinem Bein gab mir ganz schön zu denken. Bis auf diese Sache, war ich körperlich noch recht fit. Auch der Kopf machte mit. Ich wollte. Allerdings nicht auf die Kosten meines Körpers.

„Erstmal 3 Stunden schlafen und dann schauen, was das Bein sagt.

Wieder aufgwacht, siegte dann allerdings mein Verstand. Das Bein schmerzte dann doch zu sehr. Ich ärgerte mich. Wäre ich doch nur direkt 1 Stunden später wieder los gegangen.

Dennoch konnte ich auch ein wenig Stolz sein:

Persönliches Ziel erreicht!

und herzlichen Glückwunsch an alle, die mitgemacht haben! Glückwunsch an alle, die durchgehalten haben!

Ein dickes Danke an alle Organisatoren und Helfer. Ihr hab alles gegeben, um uns Verrückten (ich meine: Wer tut ich sowas denn freiwillig an?) die 24 Stunden so angenehm wie möglich zu gestalten.

Weitere Blogger, die mitgemacht haben:

gehlebt.at  *  unterwegz  *  Anderswandern  *  Erfolgsmatrix  *  Fotografische Reisen und Wanderungen  *  GEWUM und Lahntastisch  *  Gipfelträumer  *  Hiking Blog  *  Linaluftig  *  Reisemeisterei  *  Wanderreporter  *  Wanderreporterin  *  Wellness Bummler und Wellness Portal

 

Hast du schon mal an einer 24-Stunden-Wanderung teilgenommen? Wie hast du dich motiviert? Wie hast du dich unterwegs oder danach gefühlt? Oder bist du total gegen so etwas? Teile mir deine Meinung und Erfahrung weiter unten in den Kommentaren mit!

 

 

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10 Kommentare

  1. Elke sagt

    60km ist eine wahnsinns Leistung, vor allem unter Schmerzen

    Wer hat sich in seinem Leben solchen Herausforderungen schon gestellt, ein wirklich kleiner Prozentsatz aller Menschen in unserem Land.

    Ehrlich gesagt, bekommen jetzt mit den Berichten für mich die Teilnehmer erst eine klare Zuordnung zu den Namen und den Blogs :-)

    Für mich waren es tolle Tage und sicher nicht die letzte Wanderung dieser Art
    Liebe Grüße
    ELke

  2. Pingback: Teil 1: Was Dir hilft, lange Wanderungen durchzuhalten - Erfahrungen von der 24-Stunden-Wanderung auf dem Moselsteig - Reisemeisterei

  3. Pingback: Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt | Fotografische Reisen und Wanderungen

  4. Pingback: Teil 2: Wie Du lange Wanderungen durchhältst - 24-Stunden-Wanderung auf dem Moselsteig - Reisemeisterei

  5. Liebe Jessie, ach, es ist so schön zu hören, dass es Dir gut gefallen hat! Du bist echt super gut gewandert und ich fand es toll, dass Du unserer Einladung gefolgt bist. Es hat mir persönlich auch sehr viel Freude gemacht, mit Dir (Jens, Nathalie und Karolin) die zweite Schleife anzutreten – war ein tolles Teamwork!
    Liebe Grüße, Karin
    P. S. Werde Deine Planungen weiter verfolgen und habe den Newsletter abonniert!

    • Hallo Liebes,

      Ja es hat wirklich Spass gemacht!
      Ich habe für die Einladung zu danken! Und ja. Es hat mich auch gefreut, die zweite Schleife in so netter Gesellschaft zu bewältigen!

      PS. Yay. Danke!

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