Projekt #RE THINK
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Zero Waste – Wie stellt man das an, wenn der Rest nicht mitmacht? #005

Das größte Problem bei einem Vorhaben sind immer die Menschen um dich herum. Die „Nein“-Sager. Seit Anfang des Jahres möchte ich den „Zero Waste“-Lifestyle leben. Zumindest möchte ich bewusst nach und nach immer mehr alltäglichen Müll vermeiden.

Zero Waste? Hä? Was?

Zero Waste ist quasi ein Leben ohne Müll. Also nur Müll den man auch recyceln kann. Damit du eine kleine Vorstellung davon bekommst, wie das gemeint ist schau dir einfach mal diese ausführliche Liste für „Zero Waste“ Alternativen an.

Schon länger habe ich mich mit dem Thema beschäftigt. Fand es faszinierend. Nachdem ich dann diesen Artikel hier gelesen habe, stand für mich fest: ich möchte das auch!

Es war jedoch schnell klar, dass ich damit allein darstehen würde. Also verdrängte ich erstmal die Frage: Wie lebe ich ein Zero Waste Leben in einer Partnerschaft, in der dem Partner das Thema egal ist?

Doch genau heute wurde mir mal wieder bewusst, wie schwer mir diese Situation mein Vorhaben machen wird. Doch wie arrangiert man sich in so einem Fall? Wie geht man dem Partner mit dem Thema nicht auf den Sack – bekommt gleichzeitig aber keine Magenkrämpfe beim Einkaufen?

Es ist erschreckend wie schnell dir bewusst wird, wo Plastik oder nicht recycelbarer Müll überhaupt vorzufinden ist. Überall Plastik. Egal wo. Obst, Gemüse, Brot, Fleisch, Süssigkeiten, Käse, Wurst, Trinken, Pflegemittel, … schreiend möchte ich umherlaufen und den Menschen sagen, dass sie mal ihr Hirn etwas einschalten sollten. Und den Supermarkt-Menschen eine auf’s Maul geben. Denn du hast fast keine Wahl beim Einkaufen Müll zu vermeiden. „Zero Waste“ Supermärkte gibt es in Hamburg noch nicht – zumindest ist mir keiner bekannt (Info’s liebend gern an mich) und Märkte sind hier in der Ecke auch eher rar.

Allerdings muss man auch bereit sein zu planen – wenn man so einen Lifestyle wirklich leben möchte. Zumindest in unserer heutigen Gesellschaft. Man kann eben nicht mal eben mehr zu dem Supermarkt um die Ecke gehen.

Das klärt allerdings noch nicht das „Beziehungsproblem“. Also wie löst man das am Besten?

Bist du auch in so einer Situation? Hast du so eine Situation schon gemeistert oder kennst jemanden? Erzähl mir davon!

Wenn ich die Lösung habe, gibt es einen Beitrag dazu ;)

8 Kommentare

  1. Ich habe im März 2011 probiert, meinen Konsum ohne Plastikkauf über die Bühne zu bringen, es war gar nicht einfach. Hat sich aber total gelohnt.
    Hier der Bericht dazu: http://www.gehlebt.at/ein-jahres-ruckblick-zum-plastikfreien-marz-2011/
    Nur war ich allein mit meinem Tatendrang, hab zwar in einer WG gewohnt, aber selber nur plastikfrei gekauft. Da arrangiert man sich schon irgendwie. ;)
    Wichtig finde ich, dass man keinem Menschen etwas „aufzwingen“ soll. Wenn du konsequent das Joghurt im Glas kaufst oder das Gemüse im Stoffsack heimbringst und somit zeigst, dass es anders auch geht, ist das genug um andere Menschen mal zum Nachdenken anzuregen.
    Ich habe am Anfang auch den Kopf geschüttelt und wollte mich fürchterlich über das Konsumverhalten anderer Leute aufregen, habe aber dann bemerkt, dass der Weg weniger sinnvoll ist, wie wenn ich mein Ding einfach durchziehe und den Kassabon als meinen Stimmzettel sprechen lasse.
    Sei ein Vorbild. :)

    • Hallo Martin,

      ja aufzwingen will ich auch keinem was. Schwieriger ist es aber in der Tat wenn man in einer Beziehung ist und der Partner nicht mit macht.
      Wie arrangiert man sich da z.b. beim Einkaufen?

      Aber ja. Ich wollte heute Küche und Bad mal komplett auf den Kopf stellen und aussortieren :)

  2. Erdmuthe sagt

    Hi Jessie,
    Einen Zero Waste Supermarkt gibt es in Hamburg noch nicht.
    Aber kennst du das 12monkeys in St. Pauli?
    Dort und auch im Kaufmannsladen in Ottensen werden ein paar Lebensmittel zum Abfüllen verkauft!
    Sonst ist mein Lieblings“Supermarkt“ der Wochenmarkt, wo man so gut wie alles unverpackt bekommt!
    Weiter so! :)

    • Sicher kenn ich das 12monkeys :) Aber das gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht bzw war noch nicht eröffnet!
      Und ja ansonsten nutz ich auch immer Supermärkte, wobei dort auch nicht alles ohne Verpackung zu bekommen ist :(

      Aber danke für deinen Kommentar!

  3. Laura sagt

    Gibt es ein Update bei dir zu dem Thema? Stecke aktuell in der gleichen Situation…

    • Was genau meinst du denn mit „gleiche Situation“?
      Also ich habe es einfach gemacht .. wenn ich für mich oder uns eingekauft habe. Wenn wir eingekauft haben, hab ich bei den Sachen die ich eingepackt habe, immer darauf geachtet, immer eine Tasche mitgenommen etc. … er hat mir zu Liebe dann mit der Zeit zumindest auch etwas darauf geachtet. Wenn ich nicht da bin, dann macht er da allerdings nicht.

  4. Laura sagt

    Ja, einkaufen kann man sich vielleicht noch arrangieren, jeder wie er es für richtig hält. Aber bei uns gibt es bspw. Diskussionen um waschbare Spülschwämme, die als unhygienisch beschimpft werden. Stattdessen sollen weiterhin Einweg Schwämme gekauft werden, die nach max. 1 mal waschen auseinander fallen und unbenutzbar sind. Oder bspw. um recyclebare Bio-Mülltüten, die etwas teurer sind. Von der Möglichkeit, Papiertüten oder Zeitung für Bio-Müll zu verwenden, darf ich gar nicht erst anfangen. Auch selbstgemachte Reinigungsmittel sind Schwachsinn weil nicht wirksam. Finde das gar nicht einfach, da irgendwie einen Kompromiss zu finden.

    • Also meine Reinigungsmittel reinigen (das mal vorweg). Aber ja, jeder muss da – wenn er möchte – einen Weg für sich finden. Man muss ja auch nicht das ganze Programm machen – allein auf die Plastiktüte verzichten und vielleicht den Coffee to go _Becher weglassen, kann auch schon einiges bewirken …

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