Gedanken(FETZEN)
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Lerne deinen Träumen zu folgen – auch in einer Beziehung

Ich weiß noch wie schwer es mir fiel, meinem Freund von dieser Idee zu erzählen. Von der Idee einer Wanderung. Einer Wanderung, die nicht nur ein paar Tage oder Wochen dauern sollte, sondern Monate. Ach was erzähl ich da. Sie sollte Jahre dauern. Ich meine: Wer macht denn so etwas mit?

Als ich ihm das erste Mal von dieser Idee erzählte, reagierte er abweisend. Erzählte auch anderen, sollte ich diese Idee umsetzen, dass es dann vorbei ist. Auf der einen Seite verständlich, auf der anderen aber auch irgendwie schockierend.

Ein paar Monate später hatte ich diese Idee aber immer noch. Den Drang. Den Drang danach es zu versuchen. Also nahm ich noch einmal all‘ meinen Mut zusammen und sprach ihn ein zweites Mal darauf an.

Ich brach in Tränen aus. So zerrissen fühlte ich mich zwischen der Bequemlichkeit des Lebens und seine Träume zu verwirklichen.

 

Mit Absicht war dies bestimmt nicht. Doch brachte dieser Moment genau zum Ausdruck, wie es mir ging. Zerrissen. Zerrissen zwischen einem Leben, für das ich nicht dankbarer sein könnte und dem Drang danach, meine Träume verwirklichen zu wollen.

So dankbar ich auch bin, aber gibt es eine Garantie dafür, dass mir dieses Glück auch noch in 2, 5 oder 10 Jahren zur Seite steht? Nein. Die gibt es nicht. Etwas, was aber sicher sein wird: Ich werde bereuen, es nicht zumindest versucht zu haben. Denn in 10 Jahren bin ich dazu vielleicht zu alt. Oder irgendwelche anderen Verpflichtungen „stehen dann im Weg“.

Eine Beziehung heißt nicht, auf seine Träume verzichten zu müssen. Seine Träume zu verwirklichen heißt nicht, seine Beziehung zu zerstören.

 

Wenn diese Beziehung die ist, für die ich sie halte, dann wird man zusammen einen Weg finden. Dann wird es irgendwie klappen. Mit oder ohne Kompromissen. Sollte der Grund, meinem Herzen zu folgen, der Grund für das Ende einer Beziehung sein, dann war er eben nicht der Richtige. So blöd oder naiv das klingen mag, aber so ist es.

Ich sage ja nicht, dass man stur und ohne Rücksicht auf Verluste seine Träume durchsetzen soll. Aber man muss gewisse Dinge hinter sich lassen, oder bereit sein, Kompromisse einzugehen.

Gestartet wird in Melnik

Kompromisse einzugehen heißt nicht, seine Träume zu verraten. Zu verfälschen oder aufzugeben. Es zeigt nur, dass einem auch andere Menschen und Sachen wichtig sind.

Erlebnisse kann man trotzdem miteinander teilen

Klar ist es etwas anderes, wenn man gemeinsam, mit jemanden vor Ort ist. Man kann aber auch auf Entfernung, Erlebnisse und Eindrücke miteinander teilen.

Als Beispiel: Mein Freund liebt Landschaft. Je weiter man gucken kann, desto besser! Gerade wenn man langsam unterwegs ist, wie ich auf meiner Wanderung, dann bekommt man eine Menge unterschiedlichster Landschaften und Ausblicke zu Gesicht.

So war er immer ein Teil meiner Wanderung, denn ich habe liebendgern diese Aussichten für ihn festgehalten. Ihm geschickt. Mit ihm geteilt.

Etwas, was ich auf dieser Wanderung schon zu schätzen gelernt habe, ist: Ein Nomaden – Dasein kann manchmal rastlos sein. Man hat nie wirklich das Gefühl irgendwo anzukommen. Man ist immer auf den Sprung. Man entwickelt Rituale, um diesem Gefühl entgegen zu wirken.

 

Und mit einem Freund, an deiner Seite, weißt du, da ist immer jemand, zu dem du Heim kehren kannst! Der mich motiviert und unterstützt.

 

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