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Tage 217 bis 219 von bunterwegs2nepal: Von Kozlu nach Bartin

Die Tage waren ehrlich gesagt nicht so einfach.

Es ging mit viel durch den Kopf und ich brauchte merklich eine kleine Auszeit an einem Ort, an dem ich mich wohl fühle. Gefunden hatte ich diesen Ort bisher noch nicht.

Das graue und nasse Wetter machte es die Tage nicht einfacher – aber es hätte auch schlimmer sein können.

11. März 2017

Kozlu – Zonguldak
ca 8 km

Da die gestrige Etappe, 43 km zu gehen, geplant ware, wurde heute absichtlich eine kurze Etappe eingeschoben. Kam mir nach dem Sturz gestern ehrlich gesagt auch ganz recht.

Ganz fit ist der Fuß nicht. Aber das wird schon.

Derzeit kommen alle Eindrücke und Gedanken und Gefühle der letzten Monate, Wochen und Tage bei mir an. Wenn man lange Wandertage hat, verdrängt man einiges ja dann doch. Ist man mit anderen Dingen beschäftigt.

Die Gedanken drehen sich um das was war, was ist und was kommen mag. Damit meine ich viel mehr das Leben neben dem Wandern.

Es gibt noch so viele Abenteuer, die ich auch noch mit meinen Liebsten bewältigen will – und Herausforderungen für mich.

Ihr seht da geht einiges.

Doch nun freue ich mich erstmal auf die nächsten Etappen. Die Gegend hier soll nämlich total wunderbar sein.

Na dann sollen sich die Wolken mal verziehen.

Ich bin bereit.

Vielen lieben Daaankk

Für die lieben Nachrichten, die ich unterwegs immer via Instagram, Twitter & Facebook bekomme. Für die tollen Mails und auch für eure Spenden.

 

12. März 2017

Zonguldak – Türkali
31,08 km

Heute sollte es mal wieder länger werden.

Probe für den Fuß und das Knie (beiden geht es ganz gut).

Am Morgen sah es für das Knie nicht so toll aus. Das war dann allerdings schnell vergessen.

Erstmal Frühstücken. Das war heute irgendwie besonders gut. Vielleicht aber auch,  weil ich einfach entspannt und ausgeruht bin.

Relativ lange, so circa 15 km, folgte ich einem, als Laufstrecke präparierten, Bürgersteig. Das war besonders für den Fuß angenehm. Gibt es so etwas irgendwo in Deutschland auch? Kannte es bisher nur aus Budapest

Das Wetter war nicht so grandios. Wolkenbehangen, aber trocken.

Anfangs wurde ich mit ein paar Steigungen eingestimmt, dann mit ebenflächigen Strecken besänftigt und dann noch auf ein(en) Berg(chen) geschickt.

Danach wurde ich wieder besänftigt – mit dem Meer!

Es ist so angenehm und entspannend am Meer, selbst bei dem grauen Wetter.

Zwischen drin wollte ich mir eine Belohnung gönnen – eine Fanta (trink Limonaden eigentlich nie. Nach zwei Schlucken wusste ich auch wieder warum… Zuckerschock hoch 3). An der Kasse gab es erstmal einen Brotring (kein Simit) geschenkt. Einfach so. Sah vermutlich so abgekämpft aus.

Am Zielort angekommen, hatte ich glücklicherweise eine Schlafmöglichkeit gefunden.

Unterwegs hat man mal 3, 4 oder 5 schlechte Tage – an denen man flucht, Zweifel & Heimweh hat … doch dann rockt man das Ding wieder!

Ich bin einfach happy die Chance dazu zu haben. Die Möglichkeiten alles so zu gestalten und zu planen, wie es mir passt und gut tut.

Ich bin nicht auf der Flucht und ich habe auch noch ein Leben neben der Wanderung … beides irgendwie zusammenbringen zu können, gefällt mir!

13. März 2017

Zonguldak – Bartin
ca 38 km

Der Tag beginnt recht spät… Dem Frühstück wegen.

Dabei besteht mir heute ein langer Tag bevor.

Egal. Erstmal frühstücken. Dann kann der Tag ja nur gut beginnen.

Was ich allerdings nicht verstehen kann: Warum isst man Pommes zum Frühstück?

Als ich aus dem Fenster schaue, regnet es bereits. „Puh. Hoffe nicht den ganzen Tag… “ Die Bilanz: Der Tag war grau und recht verregnet.

Viel ist heute nicht passiert: Ich folgte den ganzen Tag einer Landstraße – was übrigens auch mal eine schöne Abwechslung zu der Hauptstraße ist, der ich sonst immer folge: Weniger Verkehr und gut zu begehen.

Ich kam durch kleine Dörfer, in denen man aber selten jemanden sah. Super ist das allerdings, weil man dann immer in einem Bushaltestellenhäuschen Pause machen kann. In einem Dorf stand das Häuschen an einer Schule und die Kinder hatten gerade Schule aus. Es fuhren viele Schulbusse an mir vorbei.

Circa 3 km später sah ich einen der Busse wieder … Die Kinder erkannten mich. Winkten mir zu. Wollten aus dem Bus raus ein Gespräch anfangen, der Busfahrer war allerdings weniger beeindruckt und fuhr weiter.


– nicht alles ist wunderschön unterwegs

Die letzten 15 km hatte ich echt zu kämpfen. Die Füße taten weh, das nass-graue Wetter war für heute dann auch genug …

Aber was muss, das muss! Kein anderer kann die Stecke für mich gehen und so tragen mich meine Füße immer wieder ans Ziel.

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2 Kommentare

  1. Ich hab mich von den Social Medias zurückgezogen und folge nun nur noch über den Blog. Allerdings scheine ich den Faden verloren zu haben… Die Ortsnamen sagen mir leider nichts. Daher die Anregung zwischendurch mal ne Landkarte (gerne auch als selbstgemachte Skizze) zu posten. Das wäre super.

    Fröhliches und gesundes weiterwandern!

    • Hello CLaudia,

      da die Türkei schon in der Vergangenheit liegt, kann ich das mal in Erwägung ziehen :)

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