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Tage 168 bis 170 von bunterwegs2nepal: Von Brashlian nach Dereköy / Kırklareli

Nach einer netten Nacht mit dem bulgarischen Militär war an ein Weitergehen nach Malko Tarnovo nicht zu denken.

Zudem drückte ich mich noch etwas vor dem Grenzübergang zur Türkei. War mir im Vorfeld, der ganzen Nachrichten wegen, doch etwas mulmig zumute.

Wie sich im Nachhinein heraustelle: Völlig umsonst!

15. November 2016

Zero Day

Der Schnaps war einfach zu viel.

 

16. November 2016

Връшиля – Малко Търново (Brashlyan – Malko Tarnovo)
Ca 15 km

Heute ging es weiter nach Malko Tarnovo.

Auf der Strecke kamen mir gefühlt alle 5 Minuten einer der Soldaten entgegen (und wollten mich mitnehmen). Ich lehnte immer dankend ab. Das gute Wetter muss ausgenutzt werden. Allerdings ist es mittlerweile recht kühl geworden. Ich hoffe, dass es noch eine Weile so bleibt und es nicht noch kälter wird. Dann ist es in den kleinen Pausen unterwegs nämlich immer so unangenehm.

Unterwegs wurde ich von der bulgarischen Polizei kontrolliert. Die dachten vermutlich, ich komme aus der Türkei. Was der Richtung wegen allerdings keinen Sinn macht …aber sie müssen ja aufpassen und ihre Arbeit machen. Oder waren nur neugierig. Passiert ist da allerdings nichts weiter. Und so konnte ich nach Malko Tarnovo gehen.

An der Unterkunft angekommen, fragte ich nach einem Zimmer. Wollte man mir erst sagen, dass alles voll ist. Da vorher jemand für mich angerufen hatte, wusste ich, dass das nicht ganz stimmen kann.

17. November 2016

Малко Търново – Dereköy (Malko Tarnovo, Bulgarien – Dereköy, #Türkei > Kirklareli, Türkei)
Ca 22 km

Von Malko Tarnovo bis kurz hinter der türkischen Grenze wurde ich insgesamt 6 Mal kontolliert. Für so ein kleines Stück war das echt viel. Es verlief aber alles unkompliziert.

Kurz hinter der Grenze hielt schon das erste Auto an – 2 Männer. Da es aber in Richtung Bulgarien unterwegs war, machte mir da also nicht so viel raus und lehnte dankend ab.

Die Strecke war super zu gehen: Ein breiter Seitenstreifen an der Straße und da ich noch im Strandzha Gebirge unterwegs war, kein großer Unterschied zu Bulgarien. Viel Waldgebiet.

Nach kurzer Zeit kam das Auto wieder an mir vorbei – vielleicht 1 oder 2 Stunde/n später. Hielt abermals an. Man wollte mich bis Dereköy mitnehmen. Noch 10 km, zeigte er mir mit den Fingern. Er sei verheiratet und ist Chef eines Restaurants.

Ich lehnte abermals dankend ab und gab zu verstehen: „Ich laufe und komme dann vorbei.“

War ich doch etwas erfreut darüber, da ich in Dereköy eh in die beiden Restaurants gehen wollte. Der Ort hatte keine Unterkunft, also musste ich etwas andere Suchen um an eine Unterkunft zu kommen.

Als ich dann circa zwei Stunden später in Dereköy ankam, stand er schon vor dem Restaurant – ja der Ort ist wirklich nicht so groß. Naja ich wurde erstmal zu einem (oder zwei oder drei) Tee/s eingeladen (Ohh Gott, hab ich türkischen Tee vermisst). Kurze Zeit darauf kamen drei Gäste in das Restaurant. Einer von ihnen konnte deutsch sprechen. Also nutzte ich die Gelegenheit gleich, um nach einer Schlafmöglichkeit zu fragen. „Hier gäbe es nichts“ bekam ich nur zurück. „Aber in Kirklareli gäbe es Hotels.“ Er würde später dorthin fahren und könnte mich mitnehmen.

Etwas niedergeschlagen willigte ich ein.

Mit dem Auto ging es dann von Dereköy circa 30 km weiter nach Kirkareli. Dort wurde ich erst noch zu einem türkischen Kaffee eingeladen und der Jüngere von den drei Männern bot mir an, bei ihm in der Wohnung zu schlafen. Er hätte ein Gästezimmer. War ich mir erst nicht so sicher, ob ich einwilligen soll, schaute ich noch mal nach den Möglichkeiten und Preisen der Hotels. Diese waren ab 30 Euro aufwärts dann allerdings doch etwas happig „und ich könnte mir die Wohnung ja erst mal ansehen und dann entscheiden„.

In der Wohnung selbst war viel Platz und so entschied ich mich, dort zu schlafen.

Es war aller gut, bis er Andeutungen auf Sex machte. Das war mir dann doch etwas unangenehm und ich spielte noch mit dem Gedanken, doch in ein Hotel zu gehen. Oder einfach zu sagen, ich möchte nun schlafen. Entschied‘ ich mich für die zweite Option und hatte zudem die Möglichkeit, die Tür abzuschließen. Davon machte ich auch Gebrauch.

Keine Frage. Er war ein netter, hilfsbereiter Mann. Er half mir eine SIM Karte zu bekommen, gab mir das Abendessen aus, zeigte mir etwas die Stadt, …
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