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Tage 158 bis 160 von bunterwegs2nepal: Von Byala nach Nessebar, Bulgarien

Von der letzten Woche hatte ich echt genug.

Kaputte Festplatte – was allein schon schlimm genug ist.
Ausgerutscht und ne‘ dicke Pobacke.

Und diverse andere kleine Dinge, die nicht passten:
Kaffee umgekippt.
Zunge am Tee verbrannt.
Zähne-fletschende Hunde.

Meine Hoffnung auf eine bessere Woche war damit beinahe unerschütterlich. Denn schlimmer hätte es doch gar nicht kommen können. Außer das die Festplatte nicht zu reparieren ist.

05. November 2016

Бяла – Обзор (Byala – Obzor)
ca 7 km

Da die letzten beiden Tage, nach zwei Wochen Pause, etwas länger waren, wollte ich heute extra nur eine kürzere Strecke gehen. Morgen werden es dann wieder knapp 33 km, dann wieder nur 5 und danach dann wieder knapp 34 km. Also immer eine kleine Strecke als halber Pausentag.

Nachdem die Woche wirklich scheisse war, hatte ich gestern wort-wörtlich dann den Absturz: Ich bin im Bad ausgerutscht. Umso glücklicher war ich, heute nur eine kurze Strecke eingeplant zu haben. Der Rucksack sitzt aber glücklicherweise über dem Schmerzpunkt * Yay und so konnte ich meine Strecke heute schmerzfrei überstehen.

Und auch allgemein scheint das gröbste endlich überstanden zu sein. Zumindest ist heute noch nichts schlechtes passiert. Die Festplatte ist allerdings immer noch nicht wieder repariert, traute mich da noch nicht so ran. Hatte ich bei der schlechten Woche doch eher Angst, das Ding völlig zu zerstören.

Die Dame des Gasthauses war sehr nett und bemüht. Trotz der Sprachbarriere. Den Tag startete ich mit einem leckeren Frühstück, Kaffee & Tee und bevor ich die Unterkunft verließ, bekam ich noch Proviant mit auf den Weg.

Von Byala nach Obzor, Bulgarien * bunterwegs2nepal Von Byala nach Obzor, Bulgarien * bunterwegs2nepal

Kurze Zeit später bin ich dann auch schon am Zielort angekommen. Dort wurde ich erstmal wieder mit Kaffee und Snacks begrüßt. Da es natürlich außerhalb der Saison ist, war die Unterkunft gar nicht auf einen Gast eingestellt. Obwohl ich vorher via booking.com gebucht hatte. Ein Problem war das allerdings nicht. So hatte ich freie Zimmerwahl.

Das Wetter war heute grandios und es war echt angenehm, diese blöde Woche am Meer ausklingen zu lassen. Es ist immer wieder entspannend und beruhigend zugleich!

Sidenote: Obzor ist ein Kurort, dessen Besonderheit in der Mischung von Gebirgsluft und Meeresluft besteht. Daher werden dem Ort auch klimatische Heilwirkungen zugeschrieben. Ebenfalls hat Obzor einen acht Kilometer langen Strand, der einer der längsten Strände in Bulgarien ist.

06. November 2016

Обзор – Слънчев бряг (Obzor – Sonnenstrand)
Ca 33 km

Ein langer Tag stand bevor und ich hoffte nur, dass mein Po das mitmacht (Vorweg: Irgendwo zwischen Kilometer 20 und 25 hatte er keine Lust mehr). Das Wetter war vielversprechend. Was ich von der Straße zu erwarten habe, weiß ich nach 3 Tagen auch.

Nach einer Stunde oder so fing es an richtig windig zu werden. Nicht unangenehm oder kalt, einfach nur stark. Da hab ich manchmal tatsächlich Mühe mich in der Spur zu halten.

Aufregendes ist nicht passiert, nur tolle Landschaft gepaart mit herbstlichen Farbtupfern. Es ist immer wieder toll, den Wechsel der Jahreszeiten zu beobachten.

Wie oben schon erwähnt, fing mein Po/Steißbein irgendwann an, unangenehm zu werden. Ich zupfte die ganze Zeit an meinem Rucksack, damit er ja nicht nur ansatzweise in die Nähe kommt.

Plötzlich stand eine kleine Knutschkugel (ein Auto) mit einem Sofa auf dem Dach neben mir. Ein älteres Ehepaar. Ob sie mich mitnehmen können. Da es nicht mehr weit war und der Schmerz nicht versprach, besser zu werden, willigte ich ein. Selbst das Sitzen war nicht so schön. Egal. Ich ließ mich irgendwo rauswerfen. Das Bild mit dem Sofa und der wehenden Decke war irgendwie schon komisch. War das Sofa fast so hoch, wie das Auto selbst.

Naja, noch eine halbe Stunde zur Unterkunft. Dann mal los, ging es mir durch den Kopf. Sonnenstrand. Touristischer Badeort im Sommer. Geisterstadt im Herbst/Winter. Das es der größte touristische Badeort Bulgariens sein soll? Unvorstellbar.

07. November 2016

Слънчев бряг – Несебър (Sonnenstrand – Nessebar)
Ca 5 km

Der heutige Tag war mal wieder extra so kurz geplant. Ein halber Pausentag zwischen zwei langen Strecken.

Der Tag hätte nicht entspannter sein können. Er fällt definitiv unter das Motto: Momente, die dir keiner mehr nehmen kann.

„Wenn lieblicher Kokosduft in der Luft liegt;
Du das Rauschen des Meeres hörst;
Dir die letzten Sonnenstrahlen ein wenig Wärme spenden:
Dann fallen alle (Selbst)Zweifel von dir.
All‘ der Druck, dem du dich selbst aussetzt, verfliegt.
Du empfindest wieder ein Stück mehr Selbstliebe.
Für dich und deinen Traum.“

by Jessie Fröde

Das war Nessebar heute für mich!

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