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Tag 7 bis 9 von bunterwegs2nepal: Uelzen bis Meßdorf

Heute erzähle und zeige ich dir meine Erlebnisse und Eindrücke über die Tage 7 bis 9 meiner Wanderung, hauptsächlich zu Fuß, von Hamburg, Deutschland nach Kathmandu, Nepal.

19. Oktober 2015

Strecke: 34,24 km
Uelzen bis Bergen (Dumme)

Die heutige Etappe sollte mal wieder eine lange werden. 34 km. Uff. Aber zum Glück hab ich schon einen Schlafplatz sicher und konnte mir daher entspannt Zeit lassen und genügend Pausen einräumen. Allerdings war ich schneller unterwegs als gedacht! Ich war pünktlich um 8 Uhr auf der Strecke. Es nieselte und es ging heute nur auf Asphalt. Da ich mich da aber schon drauf eingestellt hatte, war das auch völlig ok.

Der Nebel macht sich breit * BUNTERwegs.com
Von Uelzen nach Bergen (Dumme) * BUNTERwegs.com

Jemand schnitzt mit einer Säge Skulpuren aus Holz.

Jemand schnitzt mit einer Säge Skulpuren aus Holz.

Nach ca. 12 km hielt das zweite Mal, seit dem Start meiner Wanderung, ein Auto an. Eine Frau stieg aus und fragte, ob sie mich ein Stück mitnehmen könnte. Bei der langen Stecke sagte ich natürlich nicht Nein – wollte aber nur bis zum nächsten Dorf. Also ca. 3 km. Dort wollte ich dann auch eine längere Pause machen und mal etwas essen. Um ehrlich zu sein, auch das erste Mal, dass ich mir eine richtige Pause eingeräumt hatte.

Nach ungefähr 20 Minuten wollte ich mich weiter machen, als plötzlich die Sonne heraus kam. Darüber gefreut habe ich mich fast wie ein kleiner Schneekönig. So kann die zweite Hälfte des Tages ja nur gut werden!

Endlich kommt die Sonne raus!

Endlich kommt die Sonne raus!

Von Uelzen nach Bergen (Dumme) * BUNTERwegs.com

Einfach durch da.

Einfach durch da.

Kurz vor dem Ziel: Kürbis-Felder

Kurz vor dem Ziel: Kürbis-Felder

20. Oktober 2015

Strecke: 13,51 km
Bergen (Dumme) bis Salzwedel > Winterfeld

Nachdem ich gestern nicht so kaputt war, wie erwartet, erfreute ich mich dennoch, heute nur eine kurze Etappe vor mir zu haben. Denn irgendwie saßen die Schuhe heute nicht richtig, irgendwas drückte immer. In Salzwedel würde mich dann eine Frau einsammeln, bei der ich übernachten werde. Meine allererste offizielle Couchsurfing-Erfahrung. Zuhause in einem Vorort von Salzwedel, aber die richtige Richtung für meine nächste Etappe.

Los geht es - auf nach Salzwedel * BUNTERwegs.com
Immer mal wieder am Strassenrand zu entdecken * BUNTERwegs.com
Die Grenze von West- und Ost-Deutschland * BUNTERwegs.com

Terrex Boost von Adidas * BUNTERwegs.com

Es ist wirklich nicht einfach, über Couchsurfing jemanden in solch kleinen Orten / Dörfern zu finden. Dennoch versuchte ich mein Glück auch bei Personen die 1, 2 oder auch 5 Jahre nicht online waren. Vielleicht erhalten sie ja eine E-Mail. Bisher hat dies sogar ganz gut geklappt.

Sonnenuntergang in Winterfeld * BUNTERwegs.com

21. Oktober 2015

Strecke: 25,47 km
Winterfeld bis Meßdorf

Von einem Dorf zum nächsten! Die heutige Etappe war aber um einiges angenehmer, denn es ging auch mal wieder durch Wald, was gerade zu Beginn der Etappe sehr motivierend war. Als ich zwischen den Feldern entlang gehe, kommt mir noch ein Förster entgegen, und fragt, ob ich aus der Gegend sei. „Nicht ganz“ antwortete ich. Die Wege sollen schlecht sein, erzählte er mir. Ich solle doch lieber an der Strasse lang gehen.

Darauf hatte ich aber irgendwie gar keine Lust und machte mich weiter Richtung Wald. Immerhin freute ich mich ja auch schon drauf! Und was war das Ende vom Lied? Etwas Matsch, sonst nichts.

Winterfeld bis Meßdorf * BUNTERwegs.com
Von Winterfeld nach Meßdorf * BUNTERwegs.com
Von Winterfeld nach Meßdorf * BUNTERwegs.com

Die letzten 5 km dieser Etappe musste ich mich selbst allerdings echt motivieren. Ich summte bestimmt über einen Kilometer lang „Es muss weiter gehen! Es muss weiter gehen! Es muss weiter gehen!

Bei der heutigen Schlafmöglichkeit angekommen, fragte ich mich erst, wo ich denn gelandet bin. Nicht wegen der Unterkunft, sondern wegen dem Ort. Am Ende aber eine Juwel. Ich wurde lecker bekocht und der Nachtisch erst. Fabelhaft!

***

Etwas, was mir aber (immernoch) schwer fällt: die räumliche Trennung von meinem Freund. Sobald ein Gedanke an ihn geht, schießen mir nur so die Tränen in die Augen. Unkontrollierbar. Es ist eben etwas anderes, wenn man 1 oder 2 Wochen oder vielleicht auch einen Monat unterwegs ist, aber wenn man sich mehroder weniger auf ungewisse Zeit nicht sieht – oder weiß, dass man sich dann wieder verabschieden muss, das ist was völlig anderes.

Klar mischt auch die Angst vor dem Ungewissen mit rein, das Projekt ist eben sehr gewaltig. Da darf man in den ersten Tagen schon mal ein paar Tränen vergießen. Noch fällt mir das alles recht schwer!

 

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3 Kommentare

  1. Hi, freut mich zu lesen, dass die Unterkunftssuche die letzten Tage offenbar besser geklappt hat. Das mit den Couchsurfing-Unterkünften ist ja interessant. Diese Art der Unterkunftsmöglichkeit ist bei mir noch nicht so richtig angekommen. Dann wünsch ich dir weiterhin sonnige Tage, angenehme Wege und schöne Unterkünfte. Claudia

    • Ja ich bin gespannt wie es in Tschechien klappt. Aber ich hoffe einfach mal, dass es dort etwas einfacher ist – vorallem ist es dort ja preislich nochmal anders.

  2. Hallo Jessie!!!

    Ich finde dein Vorhaben grandios! Ich wünsche deinem Fuß gute Genesung, baldige Wetterbesserung, und noch viele schöne Begegnungen!

    PS.: Ich als Mann bin nicht der Meinung, dass dein Vorwärtskommen zu langsam von statten geht. Geh dein Tempo und lass dich von niemanden beirren!!!

    Walk on! und
    lg
    Bernhard

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